Martin Hahn irritiert über Äußerungen der Landtagskandidatin Susanne Schwaderer

Der Landtagsabgeordnete der Grünen für den Bodenseekreis, Martin Hahn, weist Behauptungen der CDU Landtagskandidatin Susanne Schwaderer über die Bodenseegürtelbahn und angebliche Versäumnisse der grün-roten Landesregierung entschieden zurück. „Die Behauptung, dass die Fahrgastzahlen auf der Strecke zurück gegangen sind, ist unrichtig“, so Martin Hahn. „Die Zahlen sind sogar gestiegen.“ Diese Auskunft hat Martin Hahn auf Nachfrage aus dem Landesverkehrsministerium erhalten. Für das schlechte Zugmaterial trägt, wie Martin Hahn klar stellt, noch die Vorgängerregierung, die alte CDU-geführte Landesregierung die Verantwortung, die vor Jahren schlecht mit der Bahn verhandelt hatte.

Es ist ja schön, wenn die Bahn ihren Job macht und Video-Reisezentren eröffnet“, erklärt der Landtagsabgeordnete. „Das und auch die Echt Bodensee Card sind richtige Schritte.“ Weiter aber erklärt Martin Hahn, weder der grüne Landesverkehrsminister Winfried Hermann noch er seien mit dem aktuellen Angebot auf der Bodenseegürtelbahn zufrieden. „Das reicht nicht und in Zukunft sogar noch weniger. Die Bahn ist das Rückrat des ÖPNV“, so der Abgeordnete.

Nötig seien nach seiner Überzeugung zwei langsame plus ein schneller Zug pro Stunde in jeder Fahrtrichtung. „Wir benötigen den zweigleisigen Ausbau der Strecke, die Elektrifizierung, mehr Haltepunkte und Taktverdichtung“, so Martin Hahn.

Sein grüner Abgeordnetenkollege Siegfried Lehmann aus dem Kreis Konstanz hatte dazu im vergangenen Jahr eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt und zum Beispiel für eine Übergangszeit Hybridtriebwagen vorgeschlagen. „Wir arbeiten bei dem Thema Bodenseegürtelbahn von Friedrichshafen bis Radolfzell eng zusammen.“ Das Land habe die Strecke zudem für den Bundesverkehrswegeplan 2015 vorgeschlagen und seine Hausaufgaben gemacht. „Der Druck muss aber aus der Region kommen“, so Martin Hahn. Die Anrainergemeinden und die beiden Landkreise Bodenseekreis und Konstanz müssten die Planung voran treiben. Die vom Kreis in Auftrag gegebene SMA-Studie sein ein solcher Schritt. „Wir haben ein klare Zielvorstellung vor Augen“, so Martin Hahn. Der Ausbau der Gleise ist Voraussetzung für eine dichtere Taktung.

Vollkommen unzufrieden ist der Landtagsabgeordnete aktuell mit dem Wagenmaterial auf der Strecke. „Bei uns fahren die ältesten Waggons in ganz Deutschland“, so Martin Hahn. Das ärgere nicht nur ihn persönlich sehr. Zurückzuführen ist dies auf eine Ausschreibung, die noch die CDU-geführte Landesregierung zu verantworten hatte, die damals zu unpräzise Vorgaben gemacht hatte. „Wir können hier nur sukzessive verbessern“, so Martin Hahn. Die Neuausschreibung läuft zur Zeit, berichtet der Landtagsabgeordnete. Martin Hahn rechnet mit besserem Zugmaterial, neuen Wagen bereits ab dem Fahrplanwechsel im Dezember diesen Jahres.

Weiter sagte er, auch er bedauere es, dass momentan keine Neigetechzüge mehr auf der Strecke fahren. „Aber das hat weder der grüne Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Bodensee noch der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann zu verantworten“, stellt Martin Hahn klar. Hierbei handle es sich um eine Entscheidung des Eisenbahnbundesamtes. „Es gibt hier offenbar technische Gründe“, so Martin Hahn.