Land baut Radnetz in der Region aus: Radweg zwischen Urnau und Hefigkofen im Bauprogramm 2017 bis 2020

Zwei Strecken im Bodenseekreis im Bereich Deggenhausertal und Tettnang profitieren von den vorgestellten Bauprogrammen des Landes für Radwege an Landes- und Bundesstraßen. Der Radweg an der L 204 von Urnau bis Hefigkofen (erster Bauabschnitt) mit 2,8 Kilometern und von Urnau bis Hefigkofen mit 2,3 Kilometern (zweiter Bauabschnitt) sowie der Radweg von Neukirch/Elmenau bis Tettnang/Tannau mit 2,4 Kilometern an der L 333 sind Teil des Bauprogramm für die Jahre 2017 bis 2020. Das teilt Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis mit.

Besonders eingesetzt hatte sich Martin Hahn für den in seinem Wahlkreis gelegenen Radweg an der L 204 von Urnau bis Hefigkofen. Erst im September vergangenen Jahres hatte sich Martin Hahn zusammen mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen Landtagsfraktion und Vorsitzenden des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur, Andreas Schwarz, vor Ort ein Bild von der Situation gemacht.

Nachdem, die beiden Abgeordneten mit dem E-Bike die Strecke abgeradelt hatten, schrieben sie einen Brief an Landesverkehrsminister Winfried Hermann und regten an, den geplanten Radweg an einer Stelle noch zu verlängern. Im Oktober teilte der Minister Hermann dann mit, der erste Bauabschnitt werde, wie von Martin Hahn und Andreas Schwarz angeregt, länger und die Brücke über die Rotach mit einbezogen. Mit einbezogen wurde auch die Anbindung des Radweges an die K 8039. Aufgrund verschiedener Änderungswünsche wurde die Vorplanung anschließend noch einmal überarbeitet.

Dass dieser Radweg in veränderter Form jetzt Teil des Bauprogramms für die Jahre 2017 bis 2020 ist, freut mich natürlich ganz besonders“, erklärt Martin Hahn. „Mit dem Neu- und Ausbau dieser Radwege verbessert sich die Infrastruktur dort deutlich“, betont der Landtagsabgeordnete für den Bodenseekreis. „Wir wollen das Rad auch für den Alltag attraktiver machen. Dafür brauchen wir ein möglichst lückenloses Netz gut ausgebauter Wege“, erklärt Martin Hahn. „Mittelfristig wollen wir erreichen, dass 20 Prozent aller Wege in Baden-Württemberg auf dem Fahrrad zurückgelegt werden.“

Im Januar hat die grün-rote Landesregierung eine beispielhafte und umfassende Radstrategie sowie die Ausbaupläne für ein Alltagsradnetz Baden-Württemberg beschlossen. „Nahezu alle Bürgerinnen und Bürger besitzen und nutzen ein Fahrrad. Grün-Rot räumt der notwendigen Infrastruktur daher den entsprechenden Stellenwert ein“, erklärt Martin Hahn weiter. Wichtig ist dem Abgeordneten dabei die enge Abstimmung des Landes mit den Kommunen. Diese haben den Bau von Radwegen in eigener Zuständigkeit in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich intensiviert. „Wir wollen eine Infrastruktur, die sinnvoll vernetzt ist und den lokalen Bedürfnissen entspricht“, so Martin Hahn.

Das Land unterstützt daher die Kommunen durch eine Zustandserfassung der Wege und Handreichungen, um etwa eine einheitliche Beschilderung sicherzustellen.

Der Landtagsabgeordnete der Grünen begrüßt außerdem, dass inzwischen auch die Bundesregierung aktiv wird. Diese hat eigene Förderprogramme für Kommunen aufgelegt, die mehr Straßenraum und barrierefreie Stellplätze für Fahrräder schaffen oder Ladestationen für E-Bikes. „Auf allen politischen Ebenen haben die Entscheidungsträger erkannt, wie groß der Bedarf vor Ort nach einem Ausbau der Infrastruktur ist“, so Martin Hahn.