Grünen-Landesvorsitzende Sandra Detzer und Martin Hahn MdL bekennen sich zur Gemeinschaftsschule

Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis, und die Sandra Detzer, die Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, haben am Freitag (24. März) die Gemeinschaftsschule Salem besucht. Schulleiter Emil Bauscher und Elternbeiratsvorsitzende Birgit Zauner, die sich überregional auch als Vorsitzende der Eltern-ARGE GMS und als Mitglied im erweiterten Vorstand des Vereins für GMS engagiert, haben die Schule vorgestellt. Mit dabei war auch der Salemer Bürgermeister Manfred Härle. Sandra Detzer zeigte sich beeindruckt von der Salemer Gemeinschaftsschule. Sandra Detzer sprach vom „Daimler“ unter den Gemeinschaftsschulen. Beide Politiker der Grünen legten in Salem ein klares Bekenntnis für die Schulart Gemeinschaftsschule ab und betonten die Wichtigkeit von gymnasialen Oberstufen an Gemeinschaftsschulen.

Starke Schule

Erst vor wenigen Wochen hatte Kultusministerin Susanne Eisenmann die Salemer Schule als Landessiegerin beim Wettbewerb „Starke Schule“ ausgezeichnet. Martin Hahn und Sandra Detzer ließen bei ihrem Besuch in der Gemeinschaftsschule im Bildungszentrum Salem keinen Zweifel daran, dass sie die Salemer Schule als prädestiniert für die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe ansehen. Die Politiker der Grünen ermunterten Bürgermeister Manfred Härle, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen.

 

Persönlichkeitsentwicklung

Martin Hahn sagte, er erinnere sich noch sehr gut daran, wie die Schule mit einem „tollen Programm und viel Herzblut“ startete. Von Schulleiter Emil Bauscher wollte er wissen, was das Besondere an der Salemer Schule ist und weshalb sie beim Landeswettbewerb 2017 so erfolgreich war. Emil Bauscher skizzierte noch einmal das pädagogische Konzept der Schule. Bauscher wies auch auf die vielfältige Vernetzung mit der Berufswelt und den hohen Stellenwert der Persönlichkeitsentwicklung in der Schule hin. Die Gemeinschaftsschule Salem stärke ihre Schüler und stelle nicht die Schwächen der Kinder in den Vordergrund. Das Selbstbewusstsein der Kinder wachse. Der Schulleiter sagte, das pädagogische Konzept der Gemeinschaftsschule bedeute einen „totalen Umbruch“. Chancengleichheit im Bildungssystem könne es nur mit Gemeinschaftsschulen geben. Er erinnere sich noch sehr gut an die Zeit, als Kindern vermittelt wurde, womöglich weniger wert zu sein, weil sie „nur“ die Hauptschule besuchten. Seine persönliche Erfahrung sei es, dass alle Kinder und Jugendlichen, wenn sie es wollen und bereit sind, fast alles erreichen können.

Gymnasiale Oberstufe für Salem

Birgit Zauner wies die Politiker der Grünen darauf hin, dass gymnasiale Oberstufen trotz des erfolgreichen Starts der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg nach dem Willen des Kultusministeriums die Ausnahme bleiben sollen. Sandra Detzer stellte klar, dass die Grünen in der grün-geführten Landesregierung ohne Wenn und Aber zu den Gemeinschaftsschulen stehen und die Einrichtung von gymnasialen Oberstufen unterstützen. Die Gemeinschaftsschule Salem sieht die Landesvorsitzende der Grünen auf einem sehr guten Weg.

Gemeinde stellt Antrag

Bürgermeister Manfred Härle berichtete dem Landtagsabgeordneten und der Grünen-Vorsitzenden, dass die Gemeinde Salem in jedem Fall einen Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe stellen werde. Derzeit bereite die Gemeinde die Antragstellung vor. Noch hat die Gemeinde Zeit. Bisher gibt es in Salem erst drei Jahrgangsstufen, Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 7. Erst wenn die heutigen Siebtklässler in der 9. Klasse sind, kann die Gemeinde ihren Antrag stellen.

Bessere Verteilung von Schülern

Manfred Härle sagte, es gibt bestimmte Parameter, die die Gemeinde kenne. An diesen Vorgaben orientiere sich Salem. Er zeigte sich zuversichtlich, dass Salem die erforderliche Schülerzahl von rechnerisch 60 Schülerinnen und Schülern erreiche. Ein Angebot machen möchte Salem auch Gemeinschaftsschülern aus Meersburg und Überlingen. Eine gymnasiale Oberstufe sei von Anfang an das Ziel der Gemeinde gewesen. An diesem Ziel halte Salem fest. Eine Oberstufe in Salem könnte zum Beispiel auch das Überlinger Gymnasium entlasten, so Manfred Härle. Zuletzt habe Überlingen immer wieder darauf hingewiesen, dass das dortige Gymnasium an seiner Kapazitätsgrenze angekommen sei.

Zwei gymnasiale Oberstufen

Birgit Zauner forderte eine Gleichbehandlung und sagte, dass es allein in Stuttgart 20 Gymnasien und landesweit mehr als 100 Gymnasien gebe, die es nicht auf 60 Abiturientinnen und Abiturienten pro Jahrgang bringen. Martin Hahn stellte klar, dass aus seiner Sicht zwei gymnasiale Oberstufen im Bodenseekreis die regionale Schullandschaft bereichern könnten. Eine gymnasiale Oberstufe in Salem würde die Entwicklung des Ländlichen Raums unterstützen. Genau dieses Ziel, die Stärkung des Ländlichen Raums, habe die grün-schwarze Landesregierung formuliert. Beide Koalitionspartner sind sich darin einig, so der Landtagsabgeordnete. Martin Hahn sagte, er erwarte, dass die Regierung auch entsprechend handelt.

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