Martin Hahn MdL: Solarstrom von Äckern und Grünland: Zusätzliches Standbein für Bauern im Bodenseekreis

Mehr Solarstrom soll aus Baden-Württemberg von Photovoltaikanlagen auf Äckern und Grünland kommen. Das Land ändert die sogenannte Freiflächenverordnung. Photovoltaikanlagen können so auch auf nach EU-Definition benachteiligten Acker- und Grünlandflächen installiert werden. Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis, erklärt: „Das eröffnet Landwirten auch in der Bodenseeregion die Chance auf ein weiteres Standbein.“

Die Landesregierung nutzt eine Öffnungsklausel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Künftig können größere Anlagen mit einer Leistung über 750 KW auch auf nach EU-Definition benachteiligten Äckern und Grünland aufgebaut werden. Das sind schwach ertragsfähige landwirtschaftliche Flächen. „Dieses Kriterium trifft auch auf Teile des Bodenseekreises zu“, informiert Martin Hahn. „Das Land öffnet den betroffenen Landwirten damit die Chance, sich ein weiteres wirtschaftliches Standbein zu schaffen“, so der Landtagsabgeordnete weiter. Die Bauern können damit auch die Energiewende unterstützen. Eine landwirtschaftliche Nutzung etwa als Weide bleibe daneben möglich.

Bisher waren Solaranlagen nur auf Seitenrandstreifen von Autobahnen und Schienentrassen sowie zuvor militärisch genutzten Konversionsbereichen gestattet. Im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands gibt es davon in Baden-Württemberg vergleichsweise wenige Flächen.

„Mehr Solarstrom ist zudem ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt MdL Martin Hahn. Ob und wo Anlagen mit einer Leistung zwischen 750 kW und 10 MW gebaut werden können, hängt letztlich von der konkreten Bauleitplanung der zuständigen Kommune ab. Über der Grenze von 750 kW können sich interessierte Grundstückseigentümer an den bundesweiten Ausschreibungen für die EEG-Förderung beteiligen. Diese schreibt die Bundesnetzagentur dreimal jährlich aus. Nächster Stichtag ist der 1. Juni. Der Ausbau mittels EEG-Entgelten ist in Baden-Württemberg auf 200 Hektar pro Jahr beschränkt.

Weitere Information zum Ausschreibungsverfahren für große Photovoltaikanlagen auf der Seite der Bundesnetzagentur: www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/Ausschreibungen/Solaranlagen/Ausschreibungsverfahren/Solar_Verfahren_node.html

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