Rekordsumme in der Städtebauförderung im Land: 5,1 Millionen Euro fließen in den Bodenseekreis

Das Land Baden-Württemberg hat die Zahlen für die Städtebauförderung 2017 bekannt gegeben. 253 Millionen Euro gibt das Land für 403 Vorhaben der städtebaulichen Erneuerung landesweit an Städte und Gemeinden. Das ist eine Rekordsumme. Allein in den Wahlkreis Bodensee fließen davon 4,6 Millionen Euro in sieben verschiedene Projekte. Im Bodenseekreis insgesamt kommen sogar 5,1 Millionen Euro an, von denen acht Projekte profitieren. 

Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Wahlkreis Bodensee sagt. „Mit der Städtebauförderung hilft das Land den Kommunen bei der Gestaltung von Quartieren und Ortskernen. Wir wollen, dass die Menschen sich in ihren Quartieren wohlfühlen, dass auch kleine Orte im ländlichen Raum attraktiv und lebenswert bleiben. Und wir wollen mit der Städtebauförderung erreichen, dass Ortsmitten lebendig bleiben. Das ist für das Zusammenleben wichtig, und das ist aus ökologischen Gründen richtig: Wenn die Menschen gerne im Zentrum leben, spart das Neubauflächen an den Ortsrändern“, erklärt Martin Hahn. Damit sei die Städtebauförderung, so der Landtagsabgeordnete, Ausdruck einer wichtigen politischen Zielsetzung der Landesregierung: die Stärkung der Kommunen.

Für starke Kommunen und lebendige Quartiere

Mit der diesjährigen Rekordsumme von 253 Millionen Euro liegt die jährliche Städtebauförderung in Baden-Württemberg zum vierten Mal hintereinander über 200 Millionen Euro. Mit der Förderung 2017 kommen 68 neue Sanierungsgebiete im Land hinzu. 277 bereits laufende Sanierungsvorhaben erhalten zusätzliche Mittel. Zudem werden 58 Einzelvorhaben im Rahmen des Bund-Länder-Investitionspakets „Soziale Integration im Quartier“ gefördert. Von diesen zusammengenommen 403 Projekten werden die folgenden sieben Projekte im Wahlkreis Bodensee gefördert: Die Stadt Friedrichshafen erhält 1 Million Euro für das Erneuerungsgebiet Stadtquartier Bahnhof-/Friedrichstraße. Hierbei handelt es sich um eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahme zur Verbesserung der Erschließung, Aktivierung von Flächenpotenzialen und Gestaltung öffentlicher Räume. Die Gemeinde Kressbronn profitiert mit 700.000 Euro für das Erneuerungsgebiet Bodanwerft. Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahme. Weitere 200.000 erhält Kressbronn für das Erneuerungsgebiet Ortsmitte II. Auch geht es um eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahme. 1 Million Euro fließen nach Markdorf in das Erneuerungsgebiet Rathausareal. Dabei handelt es sich ebenso um eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahme. Oberteuringen profitiert mit 300.000 Euro für das Erneuerungsgebiet Oberteuringen Ortsmitte. Auch in diesem Fall ist es eine Finanzhilfeerhöhung für die laufende Erneuerungsmaßnahme. Sipplingen bekommt 500.000 Euro für das Erneuerungsgebiet Ortskern. Auch das ist eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahme. Weitere 900.000 Euro gibt das Land für das Erneuerungsgebiet Stadteingang West in Überlingen, das zukünftige Landesgartenschauareal. Auch dies ist eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahme. In den Bodenseekreis nach Tettnang fließen zudem weitere 500.000 Euro für das Erneuerungsgebiet Innenstadt-Karlstraße. Auch hier handelt es sich um eine Finanzhilfeerhöhung der laufenden Erneuerungsmaßnahme.

Für Arbeitsplätze vor Ort

Die Nachfrage der Städte und Gemeinden nach Fördermitteln aus den Programmen der städtebaulichen Erneuerung war in diesem Jahr besonders hoch. „Das Land hat die Fördermittel deshalb noch einmal aufgestockt – für starke, lebenswerte Städte und Gemeinden“, sagt Martin Hahn. Der Grünen-Politiker weist auf einen wichtiger zusätzlichen Effekt der Städtebauförderung hin: Studien belegen, dass mit jedem Euro, der in die Städtebauförderung fließt, Folgeinvestitionen der öffentlichen Hand und privater Investoren von mehr als acht Euro angestoßen werden. So werden durch die 253 Millionen Euro Städtebauförderung im Programmjahr 2017 Folgeinvestitionen von bis zu zwei Milliarden Euro ausgelöst. „Das hat wiederum einen positiven Effekt auf die Beschäftigung“, erklärt Abgeordnete Martin Hahn: „Eine Million Euro Städtebaufördermittel führen Studien zufolge zu einem Gesamtbeschäftigungseffekt von 170 Arbeitsplätzen. Das macht bei dem diesjährigen Fördervolumen ein Beschäftigungseffekt von über 40.000 Arbeitsplätzen. Viele davon beim Handwerk und Baugewerbe vor Ort.“ Landtagsabgeordneter Martin Hahn zieht ein positives Fazit der hohen Städtebauförderung: „Das Land hilft den Städten und Gemeinden in unserem Wahlkreis bei den wichtigen städtebaulichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Und schafft zugleich eine Art Konjunkturprogramm in unserem Wahlkreis.“ 

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