Sanierung von Bundes- und Landesstraßen geht 2017 mit Hochdruck weiter

Das Land baut 2017 auf der B 31 zwischen Oberuhldingen und Meersburg auf einer Strecke von 5,7 Kilometern einen lärmmindernden Belag ein. Die B 31 im westlichen Bodenseekreis ist in der ersten Tranche der Erhaltungsmaßnahmen 2017 berücksichtigt. Die Arbeiten auf der B 31 sind in mehrere Bauabschnitte unterteilt. Sie beginnen am 2. Mai und dauern bis 26. Juli.

„Grün-Schwarz in Baden-Württemberg investiert konsequent in den Abbau des Sanierungsstaus. Diese politische Schwerpunktsetzung ermöglicht es, dass nun auch die Bundestraße 31 zwischen der Birnau und der Abfahrt Stetten in der ersten Tranche für 2017 dabei ist“, erklärt Martin Hahn. Die B 31 ist die wichtigste Ost-West-Verbindung im Bodenseekreis. „Die Strecke ist auch durch den Schwerlastverkehr hoch belastet“, so Martin Hahn. Die Fahrbahn weist aufgrund der Beanspruchung schwere Schäden wie Risse, Spurrillen und Verformungen auf. Vom lärmmindernden Belag profitieren mit Beginn der Sommerferien neben den Autofahrern auch die Bewohner in den Wohngebieten entlang der viel befahrenen Route.

„Mehr Mittel für den Erhalt von Straßen – von Landes- und Bundesstraßen im Bodenseekreis - erhöhen nicht nur die Verkehrssicherheit, sie sind schlicht ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft. Je früher wir Fahrbahnschäden beseitigen, umso günstiger sind die Maßnahmen für die Steuerzahler. Was wir heute sanieren, holt uns in Zukunft nicht als mehrfach teurer Ersatzneubau ein“, sagt Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Wahlkreis Bodensee.

In die Sanierung von Landesstraßen inklusive Brücken hat die Landesregierung von 2013 bis 2016 im Schnitt 97 Millionen Euro investiert. Der Landesrechnungshof hatte als Minimum für den Straßenerhalt 80 Millionen Euro jährlich ermittelt. Diese sind nötig, um den Gesamtzustand des Netzes stabil zu halten.

„Wir müssen darüber hinausgehen, da der Erhalt der Landesstraßen in den vergangenen Jahrzehnten leider vernachlässigt wurde. Sehr viele Landesstraßen haben sich auch bei uns zu Holperstrecken entwickelt“, sagt Martin Hahn. Der Vorrang im Straßenbau für Sanierung hat nun die Kehrtwende gebracht.

Die aktuelle systematische Zustandserfassung 2016 ergab, dass sich der Beschaffenheit der Landesstraßen erstmals seit 1992 verbessert hat. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den Bundesstraßen – der Bund stellt den Ländern inzwischen ebenfalls einen größeren Anteil seiner Gelder für die Sanierung zur Verfügung.

 

 

Dank höherer Finanzmittel für den Erhalt hat das Land zwischen 2011 und 2016 1.179 Kilometer Landesstraßen und 1.662 Kilometer Bundesstraßen sanieren können. Das baden-württembergische Erhaltungsprogramm für die Jahre 2017 bis 2020 der Landesstraßen beinhaltet die Generalüberholung weiterer 1.000 Straßenkilometer. 828 Straßenkilometer sind im Erhaltungsprogramm 2017 bis 2019 der Bundesstraßen eingeplant. In beiden Bereichen bildet die Zustandserfassung die fachliche Basis für die Entscheidung, in welcher Reihenfolge die Straßenbauer die Projekte angehen.

Informationen über Sperrungen und Umleitungsstrecken sind im Internet unter https://baustellen.strassen.baden-wuerttemberg.de/bis_internet// zu finden.

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