Störche leiden unter Nahrungsmangel

Auswirkungen des Klimawandels und von Extremwetterlagen auf die Natur und das Verschwinden von Arten beschäftigt Martin Hahn, den agrarpolitischen Sprecher der Fraktion der Grünen im Landtag und Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses, besonders. In der vergangenen Woche besuchte Martin Hahn den Affenberg in Salem. 

Nach dem Frost im April wollte er sich beim Biologen Roland Hilgartner, Direktor des Affenbergs darüber informieren, wie sich extremes Wetter auf die Störche auf dem Affenberg und die Population der Störche in der Region auswirkt. Wissen wollte er konkret, welche Folgen das kalte und nasse Wetter im April 2017 auf die Störche und ihren Nachwuchs hat? Beim Gespräch von Martin Hahn und Roland Hilgartner ging es außerdem darum, wie der ideale Lebensraum für Störche aussieht und wie die Landwirtschaft den Störchen helfen kann. Während das kalte Wetter im April der Population eher nicht schadete, wies Roland Hilgartner auf den Nahrungsmangel hin. „Das Futter ist knapp“, erklärte Martin Hahn nach dem Besuch. Ohne das Zufüttern würden auch auf dem Affenberg deutlich weniger Jungstörche überleben und in Zukunft wieder weniger Störche klappern. „Brutpaare bringen ohne zufüttern im Schnitt nur 1,5 Jungstörche durch“, so Martin Hahn. Wie andere Vogelarten auch leiden die Störche darunter, dass sie zu wenig Insekten finden. Die Zahl der Insekten hat sich deutlich verringert. „Wir brauchen mehr Biodiversität“, so Martin Hahn. Vielen Arten fehlt es an zusammenhängenden Lebensräumen. Auf den Feldern müssten wieder mehr Blumen blühen, sagte der Agrarpolitiker. Und: „Die Natur ist mehr als ein Stück Rasen.“

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