Martin Hahn: Sonderabschreibung Wohnungsbau muss für gesamten Bodenseekreis gelten

Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis, fordert, dass auch der Bodenseekreis von der vom Bund geplanten Steuerabschreibung in Milliardenhöhe profitieren muss. Die Bundesregierung will mit der Sonderabschreibungsmöglichkeit den Wohnungsbau im unteren und mittleren Mitpreissegment ankurbeln.

„Mit der Einführung der zeitlich befristeten Sonderabschreibung plant der Bund nur die Schaffung neuer Mietwohnungen in ausgewiesenen Fördergebieten steuerlich zu fördern“, kritisiert Martin Hahn. Zu wenig bezahlbare Wohnungen gibt es aber nicht nur in Ballungsgebieten, so der Abgeordnete. „Auch bei uns im Bodenseekreis fehlen Wohnungen im unteren und mittleren Mitpreissegment an allen Ecken und Enden.“

Von der Sonderabschreibungsmöglichkeit dürften deswegen nicht nur Ballungsräume wie Stuttgart, Mannheim oder Freiburg und mit viel Glück vielleicht auch noch Friedrichshafen profitieren. „Das wäre ungerecht“, so der MdL der Grünen. Martin Hahn fordert, dass die Sonderabschreibungsmöglichkeit auch ausnahmslos für alle Neubauwohnungen des unteren und mittleren Mitpreissegments in den Städten und Gemeinden des Bodenseekreises gelten müssen. An die Bundestagsabgeordneten der Region, insbesondere an Lothar Riebsamen (CDU), appelliert der grüne Landespolitiker sich für die Gleichbehandlung einzusetzen.

„Den Preisdruck aufgrund der hohen Nachfrage spüren wir längst auch in kleineren ländlicheren Gemeinden im Bodenseekreis.“ Martin Hahn ist felsenfest überzeugt. „Die Investoren wissen selbst am besten, wo die Wohnungsnot besonders groß ist und Wohnungsbau sinnvoll ist.“

Das Land stellte im vergangenen Jahr rund 50 Millionen Euro für den sozialen Mietwohnungsbau bereit. Im laufenden Jahr wird das Land den Betrag um 40 Millionen Euro aufstocken, so Martin Hahn. „Jetzt muss sich auch der Bund engagieren.“