Baden-Württemberg investiert knapp 18 Millionen Euro in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen

164.205 Euro aus Landesmitteln erhalten davon die Camphill-Einrichtungen in Heiligenberg.

Martin Hahn, MdL: „Mit großer Freude sehe ich die finanzielle Förderung der Campill-Einrichtungen bei uns in Heiligenberg. Menschen mit einem Handicap können so besser am Leben in der Gesellschaft teilhaben und ihr Leben unabhängiger führen, dass ist sehr wichtig für uns alle“.

Das Land investiert in diesem Jahr insgesamt 17,95 Millionen Euro in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Das gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am Freitag (30. November) im Vorfeld des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen (Montag, 3. Dezember) in Stuttgart bekannt. Die Höhe der Summe stamme sowohl aus Landes- als auch aus sogenannten Ausgleichsabgabemitteln, die Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten entrichten, die nicht die gesetzlich vorgeschriebene Zahl schwerbehinderter Menschen (fünf Prozent der Belegschaft) beschäftigen.

Für den Ersatzneubau im Förder- und Betreuungsbereich Lichthof, erhalten die Camphill-Werkstätten in Hermannsberg 65.362 Euro Fördergelder.

67.502 Euro fließen zur Modernisierung an das Franziskushaus in Heiligenberg.

Das Bauernhaus der Camphill-Dorfgemeinschaft, ebenfalls in Heiligenberg, erhält für Modernisierungsmaßnahmen 31.341 Euro. 

 „Unser Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen das gleiche selbstbestimmte Leben wie Menschen ohne Behinderungen zu ermöglichen. Unser Augenmerk liegt dabei auf einem bedarfsgerechten Angebot von inklusivem Wohnen und Arbeiten“, so Integrationsminister Manne Lucha.

Aktuell wurden mit der zweiten Tranche des Förderprogramms für Behinderteneinrichtungen nochmals rund 3 Millionen Euro für den Ausbau gemeindenaher Wohnformen und die Verwirklichung von Inklusionsvorhaben im Land freigegeben. Mit den aus der Ausgleichsabgabe stammenden Mitteln können auch drei Maßnahmen im Bodenseekreis umgesetzt werden.

Mit der ersten Tranche wurden bereits im Frühjahr 35 Projekte mit über 7,6 Millionen Euro aus Landesmitteln und knapp 7,3 Millionen Euro aus der Ausgleichsabgabe in den Landkreisen Göppingen, Main-Tauber-Kreis, Ostalbkreis, Karlsruhe, Rastatt, Heidelberg, Neckar-Odenwald-Kreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Ortenaukreis, Rottweil, Lörrach, Tübingen, Biberach, Bodenseekreis Ravensburg bewilligt.