Fünf Millionen Euro aus Städtebau-Förderprogramm für den Bodenseekreis

„Wir helfen unseren Städten und Gemeinden bei ihren städtebaulichen Projekten“

Zusammengerechnet fünf Millionen Euro erhalten die Gemeinden Bermatingen, Salem und Kressbronn sowie die Städte Meersburg und Überlingen aus der Städtebauförderung. Dies teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Landesweit stehen insgesamt rund 257 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln zur Verfügung.

In Bermatingen wird das Geld eingesetzt, um die Wohnqualität im Ortskern zu verbessern. Hierfür erhält die Gemeinde 600.000 Euro. In Kressbronn fließt die Förderung in Höhe von einer Million Euro in das Areal der früheren Bodan-Werft. Gedacht ist es für die Reaktivierung der Gewerbebrache und Umnutzung vorhandener Gebäude. In Salem und Überlingen profitieren die großen Gemeinde- und Stadtentwicklungsprojekte, die Neue Mitte in Salem und der Stadteingang West in Überlingen. Salem erhält für den Bau eines neuen Rathauses mit Platz für die Bücherei, einen neuen Bürgerpark und die Neugestaltung der Schlossseeallee eine Million Euro. Die Stadt Überlingen, die im Zuge der Landesgartenschau 2020 den Stadteingang West neu gestaltet, erhält 1,2 Millionen Euro und möchte das Geld für die Schaffung öffentlicher Flächen sowie die bauliche Erneuerung öffentlicher Gebäude ausgeben. In Meersburg hilft das Geld zum Beispiel dabei, Leerstände zu aktivieren und durch Umnutzung neuen Wohnraum zu schaffen. Außerdem entsteht ein neues Verwaltungsgebäude und die Stadt kann mit dem Zuschuss auch ihr Rathaus sanieren und instand setzen. Insgesamt fließen 1,2 Millionen Euro nach Meersburg.

„Damit setzen wir vor Ort um, was wir mit unserer Politik auch landesweit verfolgen, wir möchten unsere Kommunen lebenswert erhalten und zukunftsfähig gestalten“, so Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis. Gefördert werde 2019 mit Mitteln der Städtebauförderung Wohnungsbau genauso wie Energieeffizienz. Hinter allem stecke immer auch der ökologische Gedanke, so Martin Hahn. „Für eine nachhaltige Baupolitik gilt für uns Grüne Innenentwicklung vor Außenentwicklung.“ Meersburg sei hier ein gutes Beispiel. „Im ländlichen Raum sind Ortskerne wie die von Bermatingen oder Meersburg die Herzkammern der Gemeinden.“ Ziel der grün-geführten Regierung sei die Entwicklung von Quartieren für ein gutes Zusammenleben der Menschen in unseren Städten und Gemeinden“, sagt MdL Martin Hahn.