Grüne Woche Berlin: Bauernproteste, Begegnungen, besseres Essen

Mit dem AK Ländlicher Raum und Verbraucherschutz verbrachte Martin Hahn MdL übers vergangene Wochenende zwei ereignisreiche Tage in Berlin. Anlass des Kurztrips war die Grüne Woche mit ihren Empfängen und Begegnungen. In Friedrichshagen informierte sich der Landtagsabgeordnete zudem über Aquaponik, die kombinierte Fisch- und Gemüsezucht, die weniger Wasser und Energie verbraucht und weniger Emissionen erzeugt. Martin Hahn erlebte am Freitag Proteste zorniger Bauern in der Hauptstadt und beteiligte sich am Samstag wie viele Grüne an der „Wir haben es satt“ Demonstration.

Der AK Ländlicher Raum und Verbraucherschutz der grünen Landtagsfraktion hat in der vergangenen Woche zunächst eine Forschungseinrichtung des Leibnizinstituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) am Standort Berlin-Friedrichshagen besucht. https://www.igb-berlin.de/forschung Das IGB ist das bundesweit größte und international mit führendes Forschungszentrum für Binnengewässer. Die Vision ist das Verständnis aller grundlegenden Prozesse in Gewässern und deren Lebensgemeinschaften. Und es geht am Müggelseedamm natürlich auch um Fische als Nahrungsquelle. Fisch ist weltweit für viele Millionen Menschen eine wichtige Eiweißquelle. Die natürlichen Vorkommen können die rasant steigende Nachfrage aber niemals decken. Die Wissenschaftler*innen forschen deswegen über die Zucht von Fischen in nachhaltigen Aquakultur. Besonders ressourcenschonend ist die am IGB entwickelte Aquaponik-Technologie, auch als Tomatenfisch bekannt: Kombinierte Fisch- und Gemüsezucht spart Wasser, Energie, künstlichen Dünger, Platz und verringert die Emissionen in der Nahrungsproduktion deutlich. Im Gewächshaus gedeihen Fische und Gemüse unter einem Dach. Die Ressourcen wie Nährstoffe, Wasser, Wärme und Strom werden doppelt genutzt. Martin Hahn MdL zeigte sich überzeugt: Aquaponik und auch der Fisch auf dem Teller schmeckte ihm.

Fürs Essen sorgt in der Gegenwart aber nicht Urban Farming, sondern noch immer die Bäuerinnen und Bauern mit ihren Äckern, Weiden und Ställen. Die Unzufriedenheit in den ländlichen Räumen wächst. Landwirtinnen und Landwirte forderten am vergangenen Freitag in vielen Städten und auch in Berlin bei strahlendem Sonnenschein und im eisigen Wind, dass sie gehört werden. Anlässlich der Berliner Woche demonstrierten sie mit ihren Traktoren gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Auf ihren Plakaten standen Sätze wie „No Farm, No Food, No Future“. In der Straße des 17. Juni fand die Hauptkundgebung statt.

Am Samstag folgte dann die „Wir haben es satt“ Demonstration. Gemeinsam mit rund 27.000 anderen war in Berlin auch Martin Hahn MdL auf der Straße. Er demonstrierte mit für eine Landwirtschaft, die mit der Natur und nicht gegen sie arbeitet. Martin Hahn zeigte sich beeindruckt von der Demonstration für gutes Essen, eine klimagerechte Landwirtschaft und den Erhalt von Natur, Umwelt und Klima. „Eine beeindruckende Demonstration und klare Botschaften an die Politik“, so Martin Hahn. 2020 stehen wichtige Entscheidungen an – in Brüssel und Berlin. „Wir Grüne wollen, dass unsere bäuerliche Landwirtschaft eine Zukunft hat und dass der Ökolandbau voran kommt. Wir brauchen die Agrarwende, wenn wir unsere Lebensgrundlagen erhalten wollen. Das ist eine enorme gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns nur mit einem fairen Pakt für die Bäuerinnen und Bauern gelingen wird“, so auch Martin Hahn.

Besucht hat der Agrarpolitiker der Grünen in Berlin in Berlin natürlich auch die Messe. Sie ist auch Leistungsschau und ein riesengroßes Come Together von Menschen aus der Region und dem Land. Präsentiert haben sich aus der Region auch Apfel-Königin Julia Heimgartner aus Markdorf-Leimbach und die Bauernkapelle Oberschwaben aus Ravensburg.