Heute öffentliche Anhörung zum Thema Wolf im Landtag

Am heutigen Donnerstag ist der Wolf Thema bei einer öffentlichen Anhörung im Landtag. Nachdem ein Wolf im Kreis Heilbronn drei Schafe gerissen hatte, ist der Wolf in dieser Woche auch Top-Thema in den Medien im Land. Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen, hatte bereits im Sommer das Thema Wiederansiedlung des Wolfs in der Schäferei Gulde in Salem intensiv erörtert. Martin Hahn sagte: „Wölfe sind keine Steiff Tiere, einzelne Wölfe abzuschießen halte ich aber für Blödsinn.“ Von den bisher in Baden-Württemberg offiziell gesichteten Wölfen kamen zwei im Straßenverkehr zu Tode und einer wurde mit einer Waffe getötet. Nach Überzeugung von Martin Hahn komme es jetzt darauf an, dass sich die grün-schwarz geführte Landesregierung mit dem Thema Wolf befasst und Lösungsansätze erarbeitet. Die Schafe spielten eine bedeutende Rolle in der Landschaftspflege, so Martin Hahn vor dem Hintergrund der Wiederansiedlung des Wolfes. Die Interessen des Naturschutzes und der Schäfer müssten berücksichtigt werden.

Die Landtagsfraktion der Grünen möchte zum Beispiel Geld zur Verfügung stellen, um zu untersuchen, inwieweit Herdenschutzhunde eingesetzt werden könnten. Herdenschutzhunde leben unter den Schafen und vertreiben Wölfe oder streunende Hunde, wenn diese sich der Herde nähern. Allerdings stellt Martin Hahn die Frage, ob sich Herdenschutzhunde im dicht besiedelten Baden-Württemberg einsetzen lassen.

Martin Hahn sieht den Einsatz nicht unkritisch – vorkommen könnte es, dass sich Wanderer einer Herde nähern. Für den Schutz kleiner Schaf- und Ziegenherden seien solche Hunde eher nicht geeignet. Möglich sei der Einsatz eventuell bei großen Herden auf der Schwäbischen Alb. Andere Lösungen seien Zäune.  

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