Land baut Radnetz im Bodenseekreis weiter aus

Martin Hahn MdL: „Heute ist ein guter Tag für den Fahrradverkehr im Bodenseekreis“ 

„Der Ausbau des Radnetzes geht voran. Baden-Württemberg gilt mittlerweile als Vorbild bei der Radverkehrsförderung“, freut sich der Grüne Landtagsabgeordnete Martin Hahn. Auch die Bodenseeregion profitiert von den heute vorgestellten Bauprogrammen des Landes für Radwege an Landes- und Bundesstraßen. „Radverkehr hat das Potenzial, den motorisierten Individualverkehr zu ersetzen und den Ziel- und Quellverkehr zu verringern“, so Martin Hahn.

Neu ins Bauprogramm des Landes gekommen ist im Bodenseekreis in diesem Jahr der Radweg zwischen Neukirch und Tettnang über Elmenau. Ein 2,4 Kilometer langes Teilstück gehört zu den laufenden Projekten 2019. Mit dabei ist auch der Radweg von Urnau nach Hefikofen und Oberteuringen. Ein 2,8 Kilometer langer Abschnitt steht auf der Liste der noch ausstehenden Projekte 2019.

Eine weitere erfreuliche Nachricht für Radfahrerinnen und Radfahrer im Bodenseekreis ist es, dass auch in Zukunft die Bagger und Planierraupen anrollen werden, wo Land und Kommunen weitere Vorhaben gemeinsam finanzieren. Mit dem Landesgemeindefinanzierungskonzept (kurz LGVFG) fördert das Land auch die kommunale Rad- und Verkehrsinfrastruktur. „Im neuen Programm 2019 bis 2023 wurden landesweit insgesamt 124 Projekte mit einem Gesamtzuwendungsvolumen in Höhe von 30 Millionen Euro neu aufgenommen“, so Martin Hahn. Darunter sind auch Vorhaben des Bodenseekreises, der Stadt Friedrichshafen und der Gemeinde Salem, die das Land mitfinanzieren möchte.

„Ich freue mich natürlich besonders, dass die beiden wichtigen Friedrichshafener Radverkehrsprojekte, die Hauptradroute Altstadt – Ailinger Straße – Meistershofen und zwei weitere Teilabschnitte des Velorings ins Programm aufgenommen worden sind“, so Martin Hahn. „Dasselbe gilt natürlich für Salem, den Radweg entlang der Seefelder Aach zwischen Grasbeuren und Ahausen“, so Martin Hahn weiter. Dass es darüber hinaus weitere sechs Projekte des Bodenseekreises neu ins Programm geschafft haben, macht den Landtagsabgeordneten der Grünen besonders froh. Im Einzelnen sind es: der Neubau einer Überquerungshilfe in Unterraderach an der K 7742 und eine Verbreiterung des Radwegs dort sowie der Bau einer Überquerungshilfe an der K 7739 mit Anschluss an den Geh- und Radweg am Ortsausgang von Unterraderach, ein neuer Rad- und Gehweg zwischen Ahausen und Buggensegel an der K 7760 und K 7782, der Neubau eines Rad- und Gehwegs zwischen Meersburg-Baitenhausen und der Einmündung Schiggendorf an der K7749, ein Geh- und Radweg zwischen Langenargen-Mückle und Kressbronn-Gißenbrücke an der K 7706 sowie an der K7785 ein Radweg mit Querungshilfe am westlichen Ortsausgang von Frickingen-Leustetten.

Die Programmaufnahme ist allerdings noch nicht gleichbedeutend mit einer Förderung. Um eine Förderung nach GVFG und VwV-LGVFG zu erhalten, müssen Friedrichshafen, Salem und der Bodenseekreis nach der Programmaufnahme in einer zweiten Stufe Regierungspräsidium Tübingen einen Antrag auf Förderung einreichen. Über die Genehmigung und Bewilligung der Förderung entscheidet das Regierungspräsidium.

„Mit dem Neu- und Ausbau unserer Radwege verbessert sich die Infrastruktur im Bodenseekreis deutlich“, erklärt Martin Hahn. „Radfahren ist Klimaschutz. Klar ist: Wenn wir wollen, dass die Menschen mehr radeln, brauchen wir ein möglichst lückenloses Netz gut ausgebauter Wege. Unser Ziel ist es, dass auch der Weg zum Arbeitsplatz immer mehr mit dem Rad zurückgelegt wird. Pendeln mit dem Rad soll schnell und sicher sein.“