Land fördert Ortsumgehung Markdorf mit 9,5 Millionen Euro

Abgeordneter Martin Hahn MdL: „Neuer Kreisstraße fehlen die Anschlüsse“

Das Land unterstützt den Bodenseekreis mit einem Zuschuss von 9,5 Millionen Euro beim Bau der Ortsumgehung Markdorf. Das teilen Landesverkehrsminister Winfried Hermann und der Landtagsabgeordnete Martin Hahn mit. Die Ortsumfahrung steht auf der Liste der 2019 neu ins Programm aufgenommenen und bewilligten Projekte. Bei dem Geld handelt es sich um Mittel nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, mit dem das Land kommunale Straßenbauprojekte fördert. Die Gesamtkosten für den Neubau der K7743 liegen bei rund 24 Millionen Euro. Den Förderantrag gestellt hatte der Bodenseekreis. „Das Land möchte mit der Ortsumfahrung die Verkehrsverhältnisse verbessern“, erklärt MdL Martin Hahn. Der Neubau der Ortsumfahrung zählt dennoch zu den Straßenbauvorhaben im Bodenseekreis, die hoch umstritten sind. Auch Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Bodenseekreis, sieht den Neubau trotz des Zuschusses weiterhin kritisch. „Aus meiner Sicht ist die Ortsumfahrung Markdorf ein Torso, der zwar einen Effekt für Markdorf hat, der Nutzen der neuen Straße ist aber im Verhältnis zu den Investitionskosten und den Eingriffen in die Landschaft zu gering“, so der Grüne Abgeordnete. Nach dem Urteil von Martin Hahn ist der Neubau der K7743 „Straßenbau nach altem Muster“. Die Mobilität der Zukunft stelle er persönlich sich anders vor, sagt Martin Hahn.


Hinweis:
Neben den Mitteln, die die Kommunen aus dem Finanzausgleich pauschal vom Land für ihre Verkehrsinfrastruktur erhalten, gibt es für bestimmte Vorhaben Fördermöglichkeiten nach dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). In diesem Jahr stehen insgesamt 76 Millionen Euro für den kommunalen Straßenbau zur Verfügung. Fördermittel aus dem LGVFG gibt es auch für ÖPNV- und Radverkehrsprojekte. Hierüber wird aber getrennt entschieden.