Landtagsabgeordneter Martin Hahn besucht das Zwergenhaus!

Der Wahlkreisabgeordnete der Bündnis 90/Die Grünen besuchte die Kinderkrippe „Zwergenhaus“ in Langenargen.

von l. n. r.: Bürgermeister Achim Krafft; Verena Bühler, Leiterin der Kinderkrippe; Landtagsabgeordneter Martin Hahn

von l. n. r.: Bürgermeister Achim Krafft; Verena Bühler, Leiterin der Kinderkrippe; Landtagsabgeordneter Martin Hahn

Durch Verena Bühler, der Leiterin der gemeindlichen Kinderkrippe, wurden die Einrichtung, Kolleginnen und pädagogischen Konzepte vorgestellt. Das Haus wird durch acht Gruppen belegt, die über sehr flexible Betriebszeiten verfügen. Hierbei wurde von der Gemeinde den Elternwünschen begegnet und wiederholte Anpassungen umgesetzt. In einer Gruppe werden aktuell überwiegend Kinder aus Eriskirch betreut. Im Bereich der Essensversorgung wird durch eine weitere Fachkraft, die nicht zum Personalschlüssel der Gruppen zählt, der Betrieb gewährleistet. Das Essen selbst wird bei einem externen Caterer bezogen und für günstige 2,60 € angeboten. Bürgermeister Achim Krafft konnte berichten, das Gemeinderat und Verwaltung regelmäßig bei den besonders relevanten Punkten, wie z. B. Fachkraftquote, Vergütung, Gruppengröße usw. auf besondere Qualität achten würden und zwischenzeitlich ein überdurchschnittliches Niveau erreicht wäre. Diese Sicht würde auch von der Elternschaft geteilt. Eine zum 1. September geplante Erhöhung der Elternbeiträge um plus 3 %, hätte jedoch zu Unmut und Unverständnis geführt. Hierbei hätte es auch wiederholt die Frage der Gebührenfreiheit und Landesförderung in anderen Bundesländern gegeben. Gerne nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit dem Abgeordneten die Argumente und Wünsche der Elternschaft direkt zu überbringen. Der Abgeordnete Martin Hahn führte zur Position der Landesregierung aus, dass die Förderung in Baden-Württemberg in den letzten Jahren deutlich gesteigert wurde. Die Frage nach der Gebührenfreiheit in der Frühkindlichen Bildung müsse jedoch auch unter Würdigung aller betroffener Aspekte bewertet werden. Die Erfüllung des Rechtsanspruches auf Frühkindliche Bildung würde auch in den kommenden Jahren erhebliche personelle, räumliche und finanzielle Ressourcen bei allen Beteiligten beanspruchen.

Ausdrücklich lobte er in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen. Die oberste Zielsetzung müsse hierbei sein, allen Kindern einen qualitativ guten Platz in der elementaren Bildung zur Verfügung zu stellen. Weiter wäre dafür Sorge zu tragen, dass der Zugang zu dieser Bildung nicht an den finanziellen Möglichkeiten der Familien scheitert. Die Gebührenreduzierung nach Kinderzahl, wie z. B. in Langenargen vorhanden, stellt neben anderen Unterstützungsangeboten ein probates Mittel dar. Eine grundsätzliche Gebührenfreiheit in der Frühkindlichen Bildung schafft jedoch weder ausreichend Plätze, noch bringt sie einen qualitativen Mehrwert. Nach allen Faktoren, müsse zunächst in den weiteren Ausbau der Plätze investiert werden, um allen Kindern den Zugang zu den Angebotsformen zu ermöglichen.