Martin Hahn: „Kurskorrektur in der Agrarpolitik zwingend notwendig“

Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen, agrarpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion und Vorsitzender des Agrarausschusses, verlangt Änderungen in der Landwirtschaftspolitik. „Wir brauchen eine Kurskorrektur“, fordert Martin Hahn mit Blick auf die aktuelle wissenschaftliche Veröffentlichung über massiven Insektenschwund. „Der Rückgang der Insektenbiomasse um 75 Prozent innerhalb der letzten 27 Jahre ist endgültig auch wissenschaftlich erwiesen“, so der Landtagsabgeordnete. „Wir müssen handeln – Monitoring alleine reicht nicht mehr“, fordert Martin Hahn. Die Landtagsfraktion der Grünen und die grün-schwarze Landesregierung fange aber nicht bei null an. „Wir haben uns schon auf den Weg gemacht.“

Marin Hahn fordert ein Umdenken. „Wir brauchen wieder mehr Natur in der Landwirtschaft“, analysiert der Agrarpolitiker. Er denkt an Feldraine, Blühstreifen und Hecken und will die Bauern so unterstützen, dass sie mit einem maßvollen Herbizideinsatz auf ihren Feldern zurecht kommen können. Während Agrarfabriken und Monokulturen Teil des Problems sind, sieht Martin Hahn bäuerliche Betriebe als Teil der Lösung an.

Martin Hahn verweist auf das Positionspapier der Landtagsfraktion von Bündis 90/Die Grünen. Dort heißt es: Die Biologische Vielfalt gehe dramatisch zurück, vor allem in intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten. „In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Vogelpopulation in Deutschland insgesamt etwa halbiert“, so Martin Hahn.

Um Umwelt- und Naturschutzleistungen der Landwirtschaft angemessen zu entlohnen, muss in der Agrarpolitik auf EU-, Bundes- und Länderebene konsequent die Maxime „öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“ gelten. Die Umwidmung eines Teils der EU-Fördermittel ist zwingend nötig.

Daneben ist eine konsequente Politik für den Ökologischen Landbau ein wichtiger Schritt hin für den Erhalt der Biodiversität, heißt es im Papier der Grünen, die für mehr Artenreichtum auf den landwirtschaftlichen Flächen kämpfen. Besonders der Ökolandbau hat nachweislich sehr positive Effekte auf die Artenvielfalt.

„Grüne Politik in Baden-Württemberg hat zudem die Agrarumweltprogramme für die Förderperiode 2014-2020 konsequent auf Naturschutz und Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ausgerichtet“, zitiert Martin Hahn aus dem Positionspapier der Landtagsfraktion. Das bisherige Handeln reiche aber noch nicht aus, um die negativen Entwicklungen bei Flora, Fauna und Habitaten auszugleichen. Dafür sind in dieser Legislaturperiode weitere wirkungsvolle Maßnahmen notwendig, die Martin Hahn und die grün geführte Landesregierung konsequent umsetzen wollen.

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