Martin Hahn lässt Wünsche wahr werden.

Dies ist zumindest sein Wille, erklärte er auf seiner Pressekonferenz zum Thema „KFZ-Wunsch-Kennzeichen“ am Freitag, dem neunten März 2018 den anwesenden Redaktionen der Medien im Bodenseekreis.

Der Landtagsabgeordnete macht sich stark für einen erneuten Antrag im Kreistag zur Aufnahme der Altkennzeichen „ÜB“ und „TT“ im Bodenseekreis. Zusätzlich zu dem bisherigen „FN“ stünden im Landkreis damit drei Kennzeichen zu Wunsch und Wahl der Autobesitzer. Grundlage seines Vorstoßes ist für den grünen Politiker die Antwort seiner diesbezüglichen Anfrage vom November 2017 an den Verkehrsminister in Baden-Württemberg. Im Ministerbrief vom 20. Februar erklärt Winfried Hermann, auf Hahns Frage, ob es denn zu negativen Auswirkungen durch die Einführung von Alt-Kennzeichen in Baden-Württemberg während der vergangenen Jahre gekommen wäre: „Nennenswerte negative Auswirkungen wurden nicht bekannt“.

Zwischen 70 und 80 Prozent der von einer durch Martin Hahn aufgegebenen Umfrage ermittelten Zulassungen zum Beispiel im Zollernalbkreis oder Hohenlohekreis entfallen auf Alt(Wunsch)Kennzeichen. Auch ein Altkennzeichen wird nur dadurch zum Wunschkennzeichen, wenn der Autobesitzer zusätzlich zum beispielhaften Altkennzeichen „ÜB“ auch noch seine Anfangsbuchstaben oder Geburtsdaten oder ähnliches für das Kennzeichen auswählt. Dennoch liegen die Einnahmen für den hohen Anteil an Wunschkennzeichen im Hohenlohekreis beispielsweise bei 176.460 Euro ab Einführung der Altkennzeichen in 2014.

Martin Hahn betonte in seiner Pressekonferenz ganz ausdrücklich, dass es sich für ihn nicht erschließt, dem Bürger diese Freude also auch weiterhin zu verweigern, wo sie für den Landkreis doch erkennbar nicht mit Kosten verbunden sei. Die Umstellung der EDV-Software, so ist im Minister-Brief am Beispiel Stuttgart zu lesen, betrage einmalig 4.000 Euro und dann jährlich 1.000 Euro. Hieran erkenne man doch einwandfrei, so Hahn, das die Mehrkosten angesichts der Mehreinnahmen unbedeutend seien.

Die wichtige Identifizierung des Fahrzeughalters sei auch mit dem neuen Altkennzeichen absolut einwandfrei möglich- und somit habe der Verwaltungsapparat dem Wunsch des Bürgers nach dem Altkennzeichen nicht mehr länger im Wege zu stehen, begründete Hahn sein Vorhaben. Der Politiker der Grünen wirbt im Kreistag interfraktionell für sein Anliegen.   

Der Landkreis Bodenseekreis, so sagte Martin Hahn, wäre ein gewachsener und wirtschaftlich starker Landkreis. Eine Zersplitterung durch die Altkennzeichen sieht der Politiker ausdrücklich nicht gegeben. „Eine Identifizierung mit seiner Stadt Überlingen oder Tettnang ist doch etwas sehr Schönes und richtet keinen Schaden an“, Martin Hahn. Gerade für junge Menschen im Bodenseekreis habe dies allerdings meist nur noch wenig Bedeutung. Allen die ein TT oder ÜB statt einem FN an ihrem Auto haben wollen solle man diesen Wunsch erfüllen und eine Freude machen, so der Landespolitiker.

Hier ist der Ministerbrief zum Nachlesen