Martin Hahn MdL besucht ADS-TEC in Nürtingen

„Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, brauchen wir Innovationen wie diese“, sagte Martin Hahn MdL nach seinem Besuch des Unternehmens ADS-TEC in Nürtingen.

Der Energie- und Speichersystemspezialisten hat eine neue Schnellladestation für E-Fahrzeuge entwickelt. Das Besondere: Der Strom aus dem Netz wird zunächst in einer internen Batterie der Schnellladestation zwischengespeichert. Der große Vorteil: Die „Betankung“ des Autos an der Ladesäule geht hinterher sehr schnell. Das Auto muss nur kurze Zeit an der Schnellladesäule hängen. Denn die gespeicherte Energie kann unter sehr hoher Leistung von bis zu 320KW in das Fahrzeug geladen werden. Das ist fast dreimal so schnell wie beim Tesla Supercharger. „Die Tankzeiten unterscheiden sich so nicht mehr groß von denen an einer herkömmlichen Tankstelle“, zeigt sich Martin Hahn begeistert. „Das schnelle Laden macht Elektroautos alltagstauglich“, ist der Landtagsabgeordnete überzeugt. Er hatte Thomas Speidel, Geschäftsführer des innovativen Unternehmens, im Februar bei einer Delegationsreise des Wirtschaftsministeriums nach China kennengelernt.

Martin Hahn und Thomas Speidel haben sich beim Besuch des Energie- und Speichersystemspezialisten ADS-TEC in Nürtingen intensiv darüber ausgetauscht, wie die Mobilitäts- und Energiewende auch Infrastruktur und Regulatorik betreffen und wie sehr eine erfolgreiche Verkehrswende davon abhängig ist. Darin waren sich Martin Hahn und Thomas Speidel einig. Der ADS-TEC Geschäftsführer und Präsident des Bundesverbandes für Energiespeichersysteme BVES e.V. wies nochmals eindrücklich darauf hin, dass es keine grundlegenden Änderungen aus dem gewachsenen fossilen Versorgungsbereich in eine dezentrale regenerative Energieversorgung geben kann, wenn nicht die flächendeckenden Randbedingungen weiter entwickelt und geschaffen werden. Das sieht Martin Hahn genauso. Selbst an hochleistenden öffentlichen Ladestationen dauert das „Betanken“ eines Elektroautos heute noch mindestens eine halbe bis eine Stunde. Nur an Tesla Supercharger Ladestationen geht es etwas schneller.
Ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sich das Ladeproblem praktisch lösen ließe, ist die neue Schnellladestation für E-Fahrzeuge von ADS-TEC. „Mich hat ADS-TEC überzeugt“, so Martin Hahn. Mit der Säule  kann netzdienlich bei geringer Anschlussleistung Energie aus dem Netz bezogen und in einem internen Speicher zwischengespeichert werden. Kommt ein Fahrzeug zum Ladevorgang an die Schnellladesäule, kann die gespeicherte Energie in kürzester Zeit und mit sehr hoher Leistung von bis zu 320KW in das Fahrzeug geladen werden. An hochleistenden öffentlichen Ladestationen beträgt die Ladeleitung gerade einmal 50KW.
Mit der Schnellladestation für E-Fahrzeuge von ADS-TEC können Ladezeiten erreicht werden, die sich nicht mehr groß von einem herkömmlichen Tankvorgang unterscheiden. Somit können auch an Orten mit geringer Anschlussleistung und ohne erforderlichen Netzausbau hohe Ladeleistungen erreicht werden. Netzdienlich, kostenoptimiert, kompakt und leise. „Das ist ein Durchbruch“, so Martin Hahn.
Erst kürzlich hat auch Umweltminister Franz Untersteller seinen neuen rein elektrischen AUDI e-tron Dienstwagen begeistert an der Ladestation bei ADS-TEC geladen. Klar scheint, dass diesen neuen Technologien ein breiter und unbürokratischer Marktzugang ermöglicht werden muss, wenn die Wende gelingen soll. Das heißt konkret weniger Bürokratie. Langwierige Einzelzulassungen und behördliche Gutachten an jedem Standort werden nicht zum gewünschten Ziel der Flächenversorgung führen, so Thomas Speidel. Hier hat der Minister pragmatisch Unterstützung angeboten und nach Überzeugung des Unternehmens umgehend gezeigt, wie gelebter „Strategiedialog Automobilwirtschaft“ in Baden-Württemberg aussehen kann. Es reiche eben nicht, technische Lösungen zu entwickeln, sie müssen auch im Markt ankommen und multiplizierbar sein, verlangt das Nürtinger Unternehmen.
So könnten grüne Technologien Basis für wirtschaftliche Entwicklung und Transformation sein. Das gelte nicht nur für die E-Mobilität, sondern auch für die zunehmend dezentrale regenerative Stromversorgung in Verbindung mit Speichersystemen, wie diese in den nächsten Schritten beispielsweise auch die Landwirtschaft betreffen, waren sich Hahn und Speidel einig.

Hintergrund:
Die ADS-TEC Energy GmbH ist ein Unternehmen der ADS-TEC Gruppe mit Beteiligung von BOSCH. Auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung mit Lithium-Ionen-Speichertechnologien aus dem Industrie-PC-Bereich entwickelt und produziert ADS-TEC im Bereich Energy hocheffiziente Batteriespeicherlösungen und Schnellladesysteme. Beginnend mit Kapazitäten ab 19 kWh für Privathäuser und kleinere Gewerbebetriebe über skalierbare Industriespeicher, Infrastrukturlösungen im Multi-Megawattbereich für Energieversorger und Netzbetreiber bis hin zu autarken Energieversorgungen liefert das Unternehmen inzwischen seit vielen Jahren einer breiten Kundschaft professionelle Lösungen. Jüngst wurde der Gewerbespeicher SRS2019 mit 19 kWh vom Managermagazin online als „Top-Stromspeicher 2018“ ausgezeichnet und das pv magazine wählte den HPC-Booster zum „Energy Storage Highlight 2019“. Die neu entwickelte Schnellladetechnik für die Elektromobilität ist wegweisend und in ihrer Kompaktheit bezüglich Kapazität und Leistungsfähigkeit weltweit einzigartig.

ADS-TEC Geschäftsführer Thomas Speidel ist Präsident des Bundesverbandes Energiespeicher (BVES) e.V. Durch Initiativen in zahlreichen von Bund und Ländern geförderten Projekten steht ADS-TEC in enger Verbindung zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Link