Martin Hahn MdL: Breitbandförderung des Landes für den östlichen Bodenseekreis

22.500 Euro für schnelles Internet in Kressbronn


In Kressbronn kommen Internetnutzer künftig schneller ins Netz: Für den Breitband-Ausbau erhält die Gemeinde Kressbronn rund 22.000 Euro vom Land. Dies gab das für Digitalisierung zuständige Ministerium heute Nachmittag (Freitag, 24. Mai) in Stuttgart bekannt. „Ich freue mich, dass Kresabronn für den Ausbau des schnellen Internets eine Landesförderung in der Höhe erhält, die die Gemeinde beantragt hatte.“ Der Breitbandausbau in Kressbronn soll dazu beitragen, dass die Kressbronner rasch von einer leistungsfähigen Leitung profitieren. Angewiesen auf schnelles Internet sind Gewerbebetriebe genauso wie Privathaushalte, die gern das Angebot vom Streamingdiensten nutzen möchten.

„Durch die Zusammenarbeit der Gemeinde Kressbronn mit dem Land schaffen wir eine Infrastruktur für die digitale Zukunft, von der Bürgerinnen und Bürger, Unternehmerinnen und Unternehmer, auch Handwerker, Selbständige, die touristischen und auch landwirtschaftliche Betriebe sowie öffentliche Einrichtungen profitieren“, sagte Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen für den Wahlkreis Bodensee.

Die Förderung ist Teil des Breitband-Förderprogramms 2019 des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration. „Das Land bleibt starker Partner. Im vergangenen Jahr haben wir den Breitbandausbau mit 113 Millionen Euro unterstützt. Daran wollen wir anknüpfen“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU). Schnelle und flächendeckende Breitband-Netze seien die Voraussetzung für neue Geschäftsideen, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung. Martin Hahn (Grüne) ergänzte: „Unsere Arbeitswelt verändert sich in rasantem Tempo und schnelles Internet ist die wahrscheinlich wichtigste Voraussetzung für Homeoffice.“ Der Landtagsabgeordnete der Grünen geht davon aus, dass in Zukunft das Arbeiten von zuhause aus eine immer größere Rolle spielt und viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht mehr an allen Arbeitstagen in ihren Büros anwesend sein müssen. „Das wird auch die morgendlichen und abendlichen Pendlerströme verringern“, so Martin Hahn. „Dazu müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber Zugriff auf die Software in der Cloud haben und Videokonferenzen müssen problemlos möglich sein.“

Insgesamt wurden 53 Breitbandförderbescheide in Höhe von 10,5 Millionen Euro ausgehändigt. Bei der bundesweiten Erhebung zur Jahresmitte 2018 war für mehr als 83 Prozent aller Haushalte in Baden-Württemberg ein Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde verfügbar. Das sind elf Prozentpunkte mehr als noch Mitte 2016. In einer aktuellen Studie wird Baden-Württemberg eine gute Ausgangslage bescheinigt. Bis 2021 wird das Land eine halbe Milliarde Euro für den Breitbandausbau bereitstellen.

Beim Ausbau der Breitbandinfrastruktur darf die öffentliche Hand nur begrenzt mit staatlichen Zuschüssen in den ansonsten freien Markt eingreifen. So darf das Land derzeit uneingeschränkt nur in den sogenannten weißen Flecken fördern. Das sind Regionen, in denen die Breitbandverfügbarkeit unter 30 Mbit im Download liegt. Die grün-geführte Landesregierung hat seit 2011 eine erfolgreiche und zuverlässige Landesförderung aufgebaut, die von Beginn an nur die Zukunftstechnologie Glasfaser mit nahezu unbegrenzten Übertragungsraten fördert. Ebenso haben Grüne von Beginn an auf eine kommunale Infrastruktur gesetzt und nur das sogenannte Betreibermodell gefördert. bei denen ein privater Anbieter die Erfüllung der öffentlichen Aufgabe übertragen bekommt.