Martin Hahn MdL und Markus Rösler MdL:

Heckrinder sind ideale Landschaftspfleger


Martin Hahn MdL und Markus Rösler MdLhaben den Heckrindern im Hepbacher-Leimpbacher Ried einen Besuch abgestattet. Heckrinder sind ideale Landschaftspfleger, sagen die beiden Grünen Landtagsabgeordneten. Die Rinder verhindern die Verbuschung des Gebiets und erhalten so Lebensräume für bedrohte oder in Folge schwindender Population teilweise bedrohter Arten wie den Rohrspatz. Sein Entstehen und das weitere Bestehen verdankt das Naturschutzgebiet Blindgängern aus dem zweiten Weltkrieg.

 

Der Auerochse als Stammvater der Hausrinder ist bei den Heckrindern schnell wieder zu erkennen: Sie sind haarig, kräftig und sehr neugierig. Was die Heckrinder des BUND Markdorf im Hepbacher-Leimpbacher Ried sonst noch besonders macht, das haben Markus Rösler MdL und Martin Hahn MdL am letzten Freitag bei einem Vor-Ort Termin mit Franz Beer, Vorsitzender des BUND Markdorf, herausgefunden.

 

Das Hepbacher-Leimpbacher Ried ist eine verbuschungsgefährdete Region, die nicht bewirtschaftet werden kann. Seit dem zweiten Weltkrieg nutzt die Fläche kein Landwirt mehr, denn das Gebiet ist  bis heute voller verstreuter Blindgänger, die über das ganze Naturschutzgebiet hinweg verteilt sind. Da war wohl die Ansiedelung der Heckrinder eine der schlausten Ideen – sie betreiben durch ihr Fressverhalten aktiven Umweltschutz: Die Verbuschung wird zurückgedrängt und die Wiese mit ihrem Lebensraum für Kleintiere und die Störche bleibt erhalten. Insekten, Amphibien und Reptilien haben hier einen besonderen Schutz und Lebensraum gefunden, der in dieser Art und Weise wie im Hepbacher-Leimpbacher Ried in der Region selten zu finden ist. Deshalb fühlen sich auch diverse Vogelarten neben den Rindern im Ried wohl.

 

„Naturschutzgebiete bieten immer ein paar wenigen Tierarten einen besonders wertvollen Lebensraum“, erklärt Markus Rösler MdL, als die Gruppe durch die sumpfige Wiese läuft, und ergänzt: „Fälschlicherweise wird oft erwartet, dass in einem Naturschutzgebiet sehr viele Tiere zu erwarten sind, doch das ist falsch. Wenn, wie hier, das Braunkehlchen, der Kiebitz und die Rohrammer immer und immer wieder zurückkommen, also nur vereinzelt bedrohte Arten immer wieder einen Lebensraum finden, dann ist ein Naturschutzgebiet ein Erfolgt.“ Martin Hahn MdL ergänzt: „Hier, auf diesen unbearbeiteten Flächen, und nur auf unbearbeiteten Flächen, gibt es für bestimmte Tierarten einen Lebensraum, den es sonst in unserer landwirtschaftlich geprägten Gegend so nicht gibt – das müssen wir beschützen und fördern“.

 

„Die Beweidung der Heckrinder erfolgt ganzjährig, neuerdings durch einen regionalen Landwirt, der eine Entschädigung vom Landratsamt erhält“, erklärt Franz Beer. Der Aufwand für den Landwirt, der das Fleisch nicht vermarkten darf, ist gering. Hier stechen ihre Eigenschaften besonders kostengünstig und wenig zeitintensiv zu sein, besonders hervor – selbst wenn es regnet, würden theoretisch die vorhandenen Sträucher und Bäume als Unterstand ausreichen. Die Tiere sind zudem am Besuch sehr Interessiert, wenn von der Ferne aus, und waren offensichtlich interessiert an den Landtagsabgeordneten. Die wünschen Herrn Beer und dem ganzen Team des BUND Markdorf weiterhin viel Erfolg und Martin Hahn versprach wieder einmal vorbei zu schauen –