Mehr Parkplätze machen Carsharing attraktiver

Nachdem der Bund mit dem Carsharing-Gesetz eine Sondernutzung im öffentlichen Straßenraum an Bundesstraßen zugelassen hat, wird in Baden-Württemberg nun auch an Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen das Parken von Carsharing-Fahrzeugen ermöglicht. 

Mit der Neuauflage des Straßengesetzes in Baden-Württemberg, das an diesem Freitag (15.2.) in Kraft getreten ist, haben die Kommunen und Landkreise mehr Handlungsspielraum.

Der Landtagsabgeordnete für den Bodenseekreis Martin Hahn (Grüne) begrüßt diese Änderung: „Carsharing hat nun endlich eine Chance, in der Breite zu wirken. Mit attraktiven Stellplätzen im öffentlichen Raum sind die Fahrzeuge leichter sichtbar und erreichbar und werden dadurch mehr genutzt. Selbst in unseren Großen Kreisstädten und beliebten Urlaubsorten in unserem Kreis mit großem Parkdruck vor allem im Sommer ist es dann nicht mehr so schwierig, das Carsharing-Fahrzeug am Ende einer Fahrt rechtssicher zu parken.“

Der Vorteil für die Nutzerinnen und Nutzer liegt auf der Hand. Kommunen und Anbieter wie zum Beispiel Bodenseemobil mit Fahrzeugen in Friedrichshafen, Überlingen; Markdorf oder Immenstaad können sich über den Wegfall von bürokratischen Hürden freuen. Martin Hahn : „Das Schaffen reservierter öffentlicher Flächen für Carsharing in unmittelbarer Nähe zu Bus- oder Bahnhaltestelle erleichtert die Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern und schließt so eine Lücke im Umweltverbund. Damit schafft das Land eine gute Grundlage, um den fahrenden wie auch ruhenden Verkehr in unserer Kommune weiter zu reduzieren und trotzdem den individuellen Bedürfnissen unserer Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden.“ MdL Martin Hahn appelliert an die städtischen Verwaltungen und die Gemeinden: „Nutzen wir die Chance, Carsharing voranzutreiben.“