Kräftige Investition in den Erhalt von Bundes- und Landesstraßen
MdL Martin Hahn: „Verkehrsministerium macht den Weg frei für wichtige Sanierungen im Bodenseekreis“
In den Erhalt des Straßennetzes und die Sanierung von Brücken im Südwesten sollen 2026 mehr als 500 Millionen Euro investiert werden. Davon profitiert auch der Bodenseekreis, wo mehrere Maßnahmen an Bundes- und Landesstraßen umgesetzt werden sollen.
„Die grün-geführte Landesregierung investiert seit Jahren massiv in den Bestand von Straßen und Brücken. Unser Schwerpunkt liegt klar auf Sanierung und Erhalt vor Aus- und Neubau von Straßen. Diese Linie wollen wir beibehalten“, betont der Grüne Abgeordnete Martin Hahn. „Sanierung von Straßeninfrastruktur ist ein Gebot der Vernunft. Es ist klüger, Schäden so früh wie möglich zu beseitigen, als das Problem auf die lange Bank zu schieben. Für die Straßen und Brücken im Land heißt das: Wenn wir heute zügig sanieren, müssen wir später kein Steuergeld in eine vielfach kostspieligere grundhafte Sanierung oder Ersatzneubauten stecken.“
Die ersten Bauarbeiten im Bodenseekreis betreffen Frickingen-Altheim. Dort wird im Zuge der Landesstraße 200 eine Brücke ersetzt und anschließend die Fahrbahn auf rund 1,5 Kilometern erneuert. Die Bauarbeiten sind von Mai bis Dezember 2026 vorgesehen. Die Kosten liegen bei rund 1,1 Millionen Euro. Durch diese Maßnahmen wird die Verkehrssicherheit erhöht und die Infrastruktur im ländlichen Raum gestärkt.
Eine weitere große Maßnahme betrifft die Bundesstraße 31 zwischen Kressbronn und der Landesgrenze zu Bayern. Auf über fünf Kilometern wird dort die Fahrbahndecke erneuert. Die Arbeiten sind von April bis Mai 2026 geplant. Die Kosten betragen rund 1,75 Millionen Euro. Auch hier verbessert die Sanierung die Verkehrssicherheit und sorgt für eine leistungsfähige Verkehrsverbindung entlang des Bodensees.
Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen im Bodenseekreis vorgesehen:
- L 200a Überlingen-Deisendorf – Salem-Tüfingen
Fahrbahndeckenerneuerung auf rund 3,7 Kilometern - L 207 Ellenfurt – Echbeck
Fahrbahndeckenerneuerung auf rund 2,5 Kilometern - L 329 bei Brochenzell
Ersatzneubau der Schussenbrücke - L 331 bei Tettnang-Steinenbach
Instandsetzung der Brücke über die Argen
„Diese Investitionen sorgen für sichere Straßen, stärken die regionale Wirtschaft und verbessern die Mobilität der Menschen im Bodenseekreis“, so Hahn. „Gerade im ländlichen Raum sind gut ausgebaute und sichere Straßen ein wichtiger Standortfaktor.“
Im Sanierungsprogramm 2026 werden landesweit insgesamt mehr als 310 neue Maßnahmen begonnen. Für den Erhalt von Bundesstraßen stehen voraussichtlich 254 Millionen Euro zur Verfügung, für Landesstraßen rund 236 Millionen Euro. Zum Programm gehören vor allem die Ertüchtigung von Brücken sowie Fahrbahnerneuerungen.
Ziel des Projekts ist ein zukunftsweisendes, deutlich attraktiveres Nahverkehrsangebot in der Bodensee-Region: Moderne und klimafreundliche Elektrotriebwagen werden die Dieseltriebwagen ablösen und gleichzeitig ein deutlich erweitertes und verbessertes Verkehrsangebot mit mehr und zuverlässigeren Verbindungen auf die Schiene bringen. Modernisierte, barrierefreie Stationen erhöhen zudem den Komfort für die Fahrgäste. Drei zusätzliche Stationen sorgen für noch bessere Vernetzung.
Dafür ist ein umfassendes Paket an Infrastrukturmaßnahmen erforderlich, darunter die Elektrifizierung der gesamten Strecke durch eine Oberleitung, der zweigleisige Ausbau mehrerer Streckenabschnitte und der Umbau der Stationen.
Der nächste Projektschritt ist die Fortführung der Planung in detaillierter Form mithilfe der BIM-Methodik (Building Information Modeling). Darauf aufbauend erstellt die DB InfraGO die Genehmigungsunterlagen für die Planfeststellung zur Einreichung beim Eisenbahn-Bundesamt.
Zunächst steht die Ausschreibung für den Generalplaner an, der die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt. Danach folgen Ausschreibungen für gutachterliche Leistungen wie Schall, Erschütterung und Baugrund.
Die Kostenschätzung für die Gesamtkosten aus der Vorplanung beläuft sich auf rund 650 Millionen Euro (Preisstand 2022). Nach der Entwurfsplanung werden die Kosten weiter fortgeschrieben.
Winfried Hermann MdL, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg: „Mit der heutigen Unterzeichnung bringen wir die Planung für den Ausbau der Bodenseegürtelbahn einen entscheidenden Schritt voran. Damit sind der Ausbau und die Elektrifizierung aufs Gleis gesetzt. Durch die Elektrifizierung der Strecke schließen wir die letzte Lücke zwischen Hochrhein, Bodensee und Oberschwaben. Damit schaffen wir die Grundlage, um den Fahrgästen zukünftig ein attraktiveres Angebot mit moderneren Zügen, mehr Halten und besseren Verbindungen zu bieten. Die Elektrifizierung leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Durch die verbesserte Kofinanzierung entlasten wir die Landkreise und Kommunen deutlich und sorgen dafür, dass es mit der Planung weiter vorangehen kann. Dass das Land die Hälfte der Planungskosten übernimmt, ist ein Zeichen dafür, wie wichtig dieser Lückenschluss am Bodensee ist.“
Luca Wilhelm Prayon, Landrat des Bodenseekreises und Zeno Danner, Landrat des Landkreises Konstanz: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir alle uns auf diese Finanzierungsvereinbarung verständigen konnten. Es ist eine gute Nachricht für die Region und darüber hinaus, dass diese heute von allen Partnern unterzeichnet wurde. Denn die Elektrifizierung und der Ausbau der Bodenseegürtelbahn ist für die westliche Bodenseeregion so etwas wie ein Jahrhundertprojekt – mit enormer verkehrlicher Bedeutung für den regionalen Nahverkehr und die überregionale Einbindung. Auch die Finanzierung wird die kommunale Seite auf Jahrzehnte hinaus fordern. Es ist für uns Landkreise und Gemeinden am See eine außerordentliche Kraftanstrengung, ohne die dieses Infrastrukturprojekt aber nicht ins Rollen gekommen wäre. Gelingen kann das Projekt am Ende nur, wenn sich die Finanzierung weiterhin am Grundsatz ausrichtet, dass die Elektrifizierung und der Ausbau einer überregionalen Bahnstrecke im Wesentlichen in der Verantwortung des Bundes und nicht einzelner Landkreise liegt.“
Dr. Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für das Land Baden-Württemberg: „Ich freue mich, dass wir als DB jetzt mit den nächsten Planungsphasen beginnen können. Besonders wichtig ist uns dabei ein kontinuierlicher Dialog mit der Region und eine offene und konstruktive Kommunikation mit den Projektpartnern.“
Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter www.die-bodenseeguertelbahn.de
